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Professur Agrarökologie / Organischer Landbau

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14.Erfassung der Avifauna

 Biodiversität: A. Erfassung der Avifauna – Feldvögel auf den Produktionsflächen und in den Begleitstrukturen

 
Besonders die Vögel der Agrarlandschaft verzeichnen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland gravierende und anhaltende Bestandsrückgänge; keine andere Gruppe der Vögel ist stärker betroffen. Es ist daher ein vorrangiges Ziel im Projektgebiet Wiesengut/ Siegbogen, den Brutbestand der Agrarvögel, das heißt jener wesentlich von landwirtschaftlich genutzten Flächen abhängigen Feldvögel, zu erfassen und zu fördern. Dies bezieht sich nicht nur auf die Bodenbrüter, die direkt im Ackerland, Grünland und zeitweilig in Brachen nisten, sondern auch auf solche Arten, die in naturnahen Strukturelementen wie Hecken, Baumreihen, Feldholzinseln, Rainen und Säumen brüten und dort oder auf angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen ihr Nahrungshabitat haben.
 
Eine erste qualitative Erfassung der Avifauna des Wiesengutes erfolgte durch O. Denz (1991) als klassische Verhörung und durch Sichtbeobachtungen. Eine Folgeuntersuchung (Revierkartierung) im Jahre 2010, durchgeführt von K. Schiedelko und D. Stiels, Mitarbeiter des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig (ZFMK), Sektion Ornithologie, erbrachte einen aktuellen quantitativen Überblick über den Bestand ausgewählter Brutvogelarten nach den Kategorien ‚gefährdet‘, ‚lokal bedeutsam‘ und/oder ‚besonders charakteristisch‘. Von geschätzt vorhandenen 90 Vogelarten wurden 77 Arten durch Revierkartierung nachgewiesen. 35 Arten sind aktuell brütend.
 
Avifaunistische Untersuchungen im Gesamtbetrieb: Reviererfassung und Kartierung,Naturschutzfachliches Monitoring (Kooperation mit Museum König Bonn, Ornithologische Abteilung).
 
 

B. Erfassung der Wildtiere - Fallbeispiel Feldhase

 
In Deutschland wird der Feldhase, Lepus europaeus Pallas, in der “Roten Liste“ - einer Liste von weltweit gefährdeten Tierarten der ‚International Union for Conservation of Nature and Natural Resources‘ (IUCN)- als ‚gefährdet‘ (Kategorie 3) eingestuft. In einigen östlichen Bundesländern, wie Brandenburg und Sachsen- Anhalt ist er als „stark gefährdet“ (Kategorie 2) eingestuft. Der Feldhase ist eine sehr sensible Wildart, die auf Krankheiten, Witterung, Landwirtschaft, Verkehr, Beutegreifer und Jagd schnell mit Bestandsrückgang reagiert.
Das gesamte Vordeichgelände des Wiesengutes ist Naturschutzgebiet und Fauna-Flora Habitat, damit zugleich Teil des kohärenten europaweiten Netzes von Schutzgebieten des Projektes ‚Natura 2000‘. Das Projektgebiet ist im Landschaftsschutzgebiet gelegen. Die Landschaft ist durch im Betrieb angelegte Elemente wie Feldhecken, mehrreihig mit einjährigen/mehrjährigen Säumen (bisher ca. 3000 m), Feldgehölze, Solitärbaumgruppen, Wildobsthecken, Obstgehölze alter Sorten, wegbegleitende Wildkrautraine und Wildkrautstreifen geprägt. Seit der Umstellung des Wiesenguts auf den zertifizierten Ökologischen Landbau im Jahre 1987, wurde das Wiesengutkonzept mit dem Ziel der Vereinbarkeit von Landschaftsschutz, Naturschutz, Wasser- und Gewässerschutz, Hege, Jagd und Naherholung konsequent umgesetzt. Im dazugehörigen Niederwildrevier wird als Folge der naturschutzfachlichen und wildbiologischen Massnahmen der Habitatgestaltung im Monitoringverfahren (Scheinwerfertaxation) eine kontinuierlich zunehmende hohe Besatzdichte an Feldhasen (max. 2 Individuen/Hektar; Deutschland weit nur 0,15 Individuen/Hektar) beobachtet.
 

 

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