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AGE Nutzungs- und Vergabeordnung

 

AGE Nutzungs- und Vergabeordnung

Adresse

Lehr- und Forschungsstation für 

Organischen Landbau Wiesengut

Siegaue 16

53773 Hennef 

Tel.: 02242 - 913 42 7

Fax: 02242- 913 42 88

E-Mail: wiesengut@uni-bonn.de

 

 
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Forschung zum Organischen Landbau

Forschung zum Organischen Landbau
auf der Lehr-und Forschungsstation für Organischen Landbau
Wiesengut
 
“Die Versuchsstation ist das Labor des Pflanzenbauers”
Niemand käme auf die Idee, dem Chemiker sein Labor zu nehmen
(Walter Aufhammer)
 
Forschung zum Organischen/Ökologischen Landbau ist ohne Versuchsbetrieb mit entsprechender Ausrüstung und zertifizierten Flächen nicht möglich. Der seit 1987 zertifiziert-ökologisch bewirtschaftete Versuchsbetrieb für Organischen Landbau; heute: Lehr-und Forschungsstation für Organischen Landbau Wiesengut/ Hennef; verfolgt konsequent das Organisationsprinzip des weitgehend in sich geschlossenen Betriebsorganismus. Er repräsentiert als Gemischtbetrieb eine Betriebsform, die auch im Ökologischen Landbau immer seltener zu werden droht, obwohl das Konzept der Vermeidung hoher spezieller Intensität durch Diversifikation schon in den 1920 er Jahren von Theodor Brinkmann an der Bonner Landwirtschaftlichen Fakultät beschrieben wurde.
 
Das wissenschaftliche Gesamtkonzept des Wiesengutes wird in seiner Forschungsausrichtung (Grundlagen, Angewandte Forschung) durch die Integration von Praxiserfahrungen und -ideen ergänzt und erweitert (partizipative Forschung). Das am Institut für Organischen Landbau (IOL) langjährig praktizierte, seinerzeit innovative und mittlerweile bewährte Konzept (Integration der Praxis durch das Leitbetriebeprojekt) findet zunehmend Anwendung sowohl im Ökologischen wie konventionellen Landbau (bspw. Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln NAP; Pilotbetriebeprojekt TUM Weihenstephan, Leitbetriebsprojekt Österreich).
 
Das erfolgreiche Gesamtkonzept, die Relevanz der Forschungsarbeiten für den Ökologischen Landbau und nicht zuletzt der genius loci sind zwingende Gründe, den Betrieb neben den Versuchsstandorten Campus Klein- Altendorf (Pflanzenbau, Gartenbau) und Frankenforst (Tierhaltung, Tierzüchtung) für die produktionsökologisch orientierte, inter- und transdisziplinäre Forschung zu erhalten.
 
Für Forschung und Lehre zu Naturschutz und Landschaftsökologie stellt der Betrieb durch seine besondere Lage und die systematisch mit Blick auf Naturschutz, Hege und Landschaftsgestaltung implementierten Landschaftselemente und Begleitstrukturen eine international anerkannte, auch weltweit einmalige Ressource, die durch verschiedenste in Wiederholungen angelegte Landschaftselemente zudem die Verifizierung von naturschutzfachlichen Hypothesen und Prognosen im kleinräumigen Landschaftsraum ermöglicht.
 
Das Wiesengut verfolgt einen wissenschaftlichen Ansatz auf drei Ebenen:
 
  1. Als Gesamtbetriebliches Konzept / Forschungsobjekt originär und in einem heuristischen Ansatz beschreibbar und bewertbar (s.u. z. B. Projekte 1, 2, 3 u. 6); 
  1. mit faktoriellen Feldversuchen zu Grundlagen und praxisrelevanten Forschungsfragen (s.u. z. B. 4,5, 7, 8, 9, 10 und 11); 
  1. als Leitbetrieb des Ökologischen Landbaus mit integrierter paxisrelevanter Forschung (s.u. z. B. 10, 11); 
Gesamtbetrieblich weist das Wiesengut die umweltverträgliche, multifunktionale Landbewirtschaftung auch durch externe Kontrolle als Folge seiner Lage im
 
  • Wasserschutzgebiet (Zonen II und III);
  • mitgestalteten Landschaftsschutzgebiet;
  • mitgestalteten Naturschutzgebiet (gesamte Vordeichflächen FFH Gebiet), und
  • urbanen stadtnahen Raum (Naherholung)
immer wieder nach.
 
Die Lehr und Forschungsstation Wiesengut demonstriert zudem die Vereinbarkeit von umweltverträglicher Landbewirtschaftung und Erzeugung hochwertiger Lebensmittel mit anderen Oberzielen und Forderungen der Gesellschaft (z.B. abiotischer/biotischer Ressourcenschutz, artgerechte Tierhaltung, Vereinbarkeit von Naturschutz mit Hege/Jagd).
 
 
Bilanz der letzten 25 Jahre Forschung und Ausbildung auf der Lehr- und Forschungsstation Wiesengut – Professur Organischer Landbau: 
  • 3 Habilitationen,
  • 38 Dissertationen,
  • 105 Auszubildende,
  • 65 Praktikanten,
  • ungezählte Bachelor-, Master-, Diplomarbeiten (geschätzt etwa 200).
 

 

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