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Professur Agrarökologie / Organischer Landbau

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Campus Wiesengut

Siegaue 16

53773 Hennef 

Tel.: 02242 - 913 42 7

Fax: 02242- 913 42 88

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Hymenopteren

Förderung solitärer und staatenbildender Bienen- und Wespen

Mit ihrer Bestäuberleistung und der Regulierung anderer Insektenarten (z. B. Blattläuse) leisten Bienen und Wespen einen wertvollen Beitrag im Naturhaushalt.

Einengung und Vernichtung ihrer Lebensräume (Lehmfachwerk, Hohlwege, Blumenwiesen, Hecken, etc.), der Einsatz giftiger Pflanzen- und Holzschutzmittel und der Anbau transgener Pflanzen haben viele Arten in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgedrängt.
Die Förderung heimischer Bienen und Wespenarten wurde seit der Umstellung des Betriebes konsequent verfolgt. So wurde bei allen landschaftsgestalterischen Maßnahmen immer auf die Schaffung eines möglichst ganzjährigen Blütenangebotes Wert gelegt.

Auf dem Betriebsgelände des Versuchsbetriebes Wiesengut sind mehrere Nisthilfen für Bienen und Wespen angebracht. Bohrlöcher in Harthölzern werden von Mauer-, Scheren und Blattschneiderbienen bewohnt. Die Weibchen dieser Arten bauen in den Holzgängen meist mehrere Brutzellen, die durch Lehm oder Blattstückchen abgetrennt sind. Die Zellen werden mit Pollen und Nektar als Nahrung für die heranwachsende Jungbiene gefüllt. Im Gegensatz zu den Staaten bildenden Hummeln oder Honigbienen versorgt bei diesen so genannten "Solitärbienen" jeweils nur ein Weibchen die Brutzellen für die eigenen Nachkommen.

Ähnlich verfahren kleine solitär lebende Grabwespen. Sie bewohnen bevorzugt hohle oder markhaltige Pflanzenstängel bzw. Hohlräume im Holz. In die Brutzellen bringen sie als Nahrung für ihre Larven betäubte Blattläuse, Spinnen, Fliegen, etc. ein.

Da Wildbienen im Vergleich zu Staaten bildenden Honigbienen auch bei kühler Witterung Bestäuberdienste leisten, können größere "Wildbienennistanlagen" durchaus zu einer Erhöhung des Obstertrages beitragen. Mit dem zunehmenden Rückgang des Imkergewerbes wird ihre Bedeutung künftig noch stärker zunehmen.

Ergebnisse dieser Fördermaßnahmen zeigen sich in allen Kartierungen der Hautflüglerfauna. Ein reichhaltiges Potential an wild lebenden Bienen- und Wespenarten konnte sowohl auf den Betriebs- als auch auf den Feldflächen nachgewiesen werden. Darunter finden sich auch mehrere Arten der Roten Listen.

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